Das japanische Viertel rund um die Rue Sainte-Anne mangelt es nicht an Adressen, und doch schaffen es einige immer noch, durch ihre Originalität von sich reden zu machen. Das ist der Fall bei TonTon Ramen, das sich im 2. Arrondissement, nur einen Katzensprung von der Opéra entfernt, befindet. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Name, der den Ramen-Liebhabern in Paris bereits gut bekannt ist: Makoto Saegusa.
Der Chefkoch war unter anderem im Naritake tätig, bevor er Menkicchi gründete, das für Fans von Tonkotsu-Ramen in der Hauptstadt zu einer Referenz geworden ist. Mit Tonton schlägt er denselben Weg ein, allerdings in einem kompakteren und schlichteren Format.
Hier ist die Speisekarte bewusst kurz gehalten und es werden drei große Ramen-Familien angeboten: Shio, Shoyu und Miso, mit reichhaltigeren Varianten für diejenigen, die das Erlebnis noch ein bisschen weiter auskosten wollen. Der rote Faden bleibt derselbe: lange gekochte Brühen auf Schweinefleischbasis, inspiriert vom Tonkotsu aus Fukuoka, serviert mit dicken Nudeln und verschiedenen klassischen Beilagen wie Chashu, Bambussprossen oder mariniertem Ei.

Eine weitere Besonderheit des Hauses ist die Intensität der Brühe. Die Gäste können je nach Vorliebe zwischen einer leichteren oder einer kräftigeren Variante wählen. Ein Detail, das direkt an bestimmte Ramen-Theken in Japan erinnert.
Was die Einrichtung angeht, gibt es kein Eintauchen in eine Tokioter Gasse oder eine aufwendige Inszenierung. Der Raum setzt eher auf Schlichtheit: dunkles Holz, eine Theke, ein Zwischengeschoss und nur etwa zwanzig Plätze.
In einem Viertel, in dem regelmäßig neue Lokale eröffnen, scheint Tonton Ramen schnell seinen Platz gefunden zu haben. Ein kleiner Speisesaal, eine übersichtliche Speisekarte und ein Koch, der in der Pariser Gastronomieszene bereits fest etabliert ist!
📍TonTon Ramen – 4, rue Chérubini, 75002