Für ein kulinarisches Express-Return nach Japan geht es ins 6. Arrondissement, wo Kimono in einem hübschen, gedämpften Raum angesiedelt ist. Hier erkundet man traditionelle japanische Geschmacksrichtungen im Geiste der Izakayas, dieser authentischen Bistro-Bars, in denen man in geselliger Runde sitzt und schlemmt.
Kimono: eine Izakaya-Bar wie in Japan
Das Kimono ist wie ein Pariser Bistro konzipiert und eine Hommage an den japanischen Impuls, der Montparnasse in den 30er Jahren belebte. So wird dank einer Einrichtung von Gabriel Pistre die Mischung der Genres perfekt umgesetzt. Unter das ursprüngliche Fachwerk mischen sich zum Beispiel Drucke von Foujita, alles in einer angenehmen Harmonie. An der zentralen Theke oder auf den Lederbänken des Kunsthandwerkers Paramaz sind wir bereit, das Beste aus der Gastronomie des Landes der aufgehenden Sonne zu probieren.
Wie Blueberry oder Marcello gehört auch Kimono zur Familie der Dining Rooms. Daher wird der Auswahl des Teigs besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Unter der Leitung von Flora Mikula formte der japanische Koch Masahiro Moriya eine Kreation zwischen Soba und Udon, um die Spezialität des Restaurants zu entwickeln: die Futosoba. Ob kalt (in Dashi oder Sesamsauce) oder warm (mit Curry oder Ente), diese dicken, wohlriechenden und großzügigen Nudeln sind ein Muss für jeden Tisch.
Während Sie sich die köstlichen Bentos zur Mittagszeit nicht entgehen lassen sollten, bietet die Speisekarte des Kimono eine Fülle an hübschen Kreationen für das Abendessen. Tempura mit Gambas und Gemüse, Gyozas mit Buchweizen oder gekochtes Huhn mit Binchotan sind nur einige Beispiele, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Auf der Speisekarte finden sich auch neu interpretierte italienische Einflüsse, wie Vitello tonnato mit Wasabi oder Stracciatella mit Soja. Ein besonderes Highlight sind die Okonomiyakis, eine Spezialität aus Hiroshima, die für große Schlemmer gedacht ist.
Passend zu all diesen Köstlichkeiten bietet Kimono eine kleine Auswahl an Sake, aber vor allem Cocktails, die Tradition und Fantasie miteinander verbinden. Eine Neuauflage des Chu-Hai mit Shochu, Shiso Negroni oder auch der berühmte Highball, den die Japaner lieben: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Alles in allem gelingt Kimono die Herausforderung, die Pariser nach Japan zu entführen, ohne Montparnasse zu verlassen. Zwischen Authentizität und Modernität fängt diese Adresse perfekt den Geist der Izakayas ein, wo man sowohl wegen des Essens als auch wegen der Atmosphäre hinkommt.
📍Ort: Kimono – 66, rue du Cherche-Midi
📆 Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 12:00 bis 14:30 Uhr und von 19:00 bis 22:30 Uhr – Samstag von 12:00 bis 15:00 Uhr und von 19:00 bis 23:00 Uhr

