Etwa eine Stunde von Paris entfernt gehört dieses kleine Städtchen zu jenen Dörfern, die den Eindruck vermitteln, man habe die Île-de-France verlassen, ohne wirklich weit weg zu sein. Im Süden des Departements Seine-et-Marne, am Rande des Waldes von Fontainebleau gelegen, verbindet Bourron-Marlotte Kulturerbe, Natur und künstlerisches Flair in einer noch recht unberührten Umgebung.
Dieses versteckte Städtchen am Rande von Fontainebleau ist das bestgehütete Geheimnis der Île-de-France
Schon bei unserer Ankunft erinnern die gepflasterten Gassen, die Steinhäuser und die kleinen Plätze an die Atmosphäre eines Dorfes, das seit dem 19. Jahrhundert fast unverändert geblieben ist. Dieser Charme hat übrigens zahlreiche Künstler angezogen. Maler, Schriftsteller und Musiker haben lange hier gelebt, angezogen vom Licht und den umliegenden Landschaften. Unter ihnen haben mehrere bedeutende Persönlichkeiten wie Renoir oder Cézanne ihre Spuren im Dorf hinterlassen, das zu einer wahren Quelle künstlerischer Inspiration geworden ist.

Im Herzen der Innenstadt stößt man bei einem Bummel auf die Kirche Saint-Sévère, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen, sowie auf das Rathaus-Museum, das Werke aus der künstlerischen Vergangenheit des Dorfes bewahrt. Die alten Häuser und versteckten Gärten tragen ebenfalls zu dieser friedlichen Atmosphäre bei, die dazu einlädt, sich Zeit zu nehmen.
Im Westen der Stadt ist auch das Schloss von Bourron einen Abstecher wert . Es wurde im 16. und 17. Jahrhundert auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Festung erbaut und besticht durch seine Architektur aus Ziegel und Stein sowie seinen bewaldeten Park. Heute dient es als Veranstaltungsort, bleibt aber eines der Wahrzeichen des Dorfes und trägt zu seinem Charme bei.

Das Dorf ist zwar schon an sich reizvoll, doch seine Nähe zur Natur macht es noch attraktiver. Nördlich des Dorfes beginnt der Wald von Fontainebleau, eines der größten Waldgebiete der Île-de-France. Du kannst den Besuch im Dorf ganz einfach mit einem Spaziergang im Wald oder einer Wanderung verbinden. Im Süden verlängert das Loing-Tal den Ausflug mit offeneren Landschaften zwischen Wasser und Feldern.
Mehrere Routen ermöglichen es, die Gegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Der Rundgang „Auf den Spuren der Künstler“ führt insbesondere zu den Häusern und Orten, die von den Malern frequentiert wurden, die die Geschichte des Dorfes geprägt haben. Diese Art von Spaziergang eignet sich besonders gut im Frühling, wenn die Vegetation wieder zu sprießen beginnt und die Gassen sich in Grün hüllen.
Ohne so bekannt zu sein wie einige benachbarte Dörfer, bewahrt Bourron-Marlotte eine gewisse Vertrautheit, die seinen ganzen Reiz ausmacht. Ein unkompliziertes, angenehmes Reiseziel, perfekt für einen Tagesausflug außerhalb von Paris.
📍Bourron-Marlotte