Jedes Jahr blicken Millionen von Besuchern zur „Eisernen Dame“ hinauf . Doch nur wenige kennen die beeindruckenden Zahlen, die sich hinter dem bekanntesten Wahrzeichen von Paris verbergen. Denn bevor er zu einem weltweiten Symbol wurde, war der Eiffelturm vor allem ein außergewöhnliches Bauprojekt, das darauf ausgelegt war, die Grenzen der damaligen Ingenieurskunst zu erweitern.
Ein außergewöhnliches Bauprojekt, das auch mehr als ein Jahrhundert später noch beeindruckt

Einen 300 Meter hohen Turm Ende des 19. Jahrhunderts zu bauen, kam fast einer Science-Fiction-Geschichte gleich. Doch die Teams von Gustave Eiffel schafften es in nur 2 Jahren, 2 Monaten und 5 Tagen – eine Zeitspanne, die auch heute noch fast unrealistisch erscheint.
Um das zu schaffen, wurde nichts dem Zufall überlassen. Der Turm besteht aus 18.038 Metallteilen, die alle in den Eiffel-Werkstätten in Levallois-Perret mit einer Genauigkeit von einem Zehntelmillimeter gefertigt wurden. Dank dieser Vorbereitung konnte das Ganze auf dem Champ-de-Mars wie ein riesiges Puzzle zusammengesetzt werden, ohne dass die Teile vor Ort nachbearbeitet werden mussten.
Eine weitere schwindelerregende Zahl: Über 2,5 Millionen Nieten halten die Konstruktion zusammen. Sie wurden heiß verlegt und ziehen sich beim Abkühlen zusammen, was eine außergewöhnlich stabile Verbindung garantiert. Selbst das Fundament stellte eine technische Herausforderung dar. An der Seine arbeiteten die Arbeiter unter Wasser in mit Druckluft versorgten Wasserkammern – eine für die damalige Zeit besonders innovative Methode.
Ein Turm, der beinahe verschwunden wäre … bevor er zum Wahrzeichen von Paris wurde

Die technische Meisterleistung endete nicht mit dem Bau. Bei der Einweihung am 31. März 1889 waren die Aufzüge noch nicht betriebsbereit. Gustave Eiffel und die offiziellen Gäste stiegen daher die 1.710 Stufen bis zur Spitze hinauf, um die französische Flagge in über 300 Metern Höhe zu hissen.
Das Überraschendste ist wohl, dass der Eiffelturm eigentlich gar nicht in Paris bleiben sollte. Seine Konzession war auf zwanzig Jahre begrenzt und sein Abriss bereits geplant. Letztendlich wurde er dank der ersten Experimente mit drahtloser Telegrafie gerettet. Indem er zu einer riesigen strategischen Funkantenne wurde, bewies er seinen Nutzen und entging endgültig dem Abriss.
Heute empfängt er jedes Jahr fast 7 Millionen Besucher. Doch hinter dieser vertrauten Silhouette verbergen sich noch Dutzende von Geschichten und Anekdoten, die man nicht entdeckt, wenn man einfach nur nach oben schaut.
Genau das ist das Ziel von „Le Symbole de Paris“, einem einstündigen immersiven Rundgang auf dem Champ-de-Mars. Dank Virtual Reality, räumlichem Sound und 15 historischen Einblendungen lässt sich bei diesem Erlebnis nicht nur die wichtigsten Etappen des Baus des Eiffelturms nacherleben, sondern auch die Geschichte des Champ-de-Mars und die Ereignisse, die das Denkmal im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Eine originelle Art, diese Zahlen in die richtige Perspektive zu rücken … und zu verstehen, warum der Eiffelturm weit mehr als nur ein Denkmal geworden ist.
Das Symbol von Paris: Eine virtuelle Reality-Führung am Fuße des Eiffelturms
16 August 2026 10:00 + mehr Daten
