Die Nachbarschaftsbäckerei im 10. Arrondissement bekommt einen römischen Touch. Zwischen klassischen französischen Blätterteiggebäck und Spezialitäten aus Italien bricht eine Adresse mit den Konventionen des lokalen Streetfoods durch gewagte Kombinationen.
Bei Di Giù Pasticceria prägen die großen Pizzaplatten zum Stücken, die für etwa 6 € pro Stück angeboten werden, die Theke. Die Beläge richten sich direkt nach dem verfügbaren saisonalen Gemüse. Chefkoch Giuseppe spielt mit kulinarischen Grenzen und kreiert ein überraschendes Hybrid-Dessert: ein Tiramisu, das so konzipiert und in einer Form angerichtet ist, dass es einem Pastetenkuchen bis ins Detail gleicht.
Die Snackabteilung bricht mit den Standards der Bäckerei. Das traditionelle Croissant gibt es hier gefüllt mit einer Mischung aus Pilzen, zart schmelzenden Auberginen und geräuchertem Scamorza. Noch ungewöhnlicher ist die „Emmentaline“, die optisch an ein Schokoladenbrötchen erinnert, aber dank ihres Käseteigs eine herzhafte Note bekommt.
Traditionelle italienische Rezepte bestimmen das Süßwarensortiment des Ladens. Großzügige Cannoli stehen neben dem Maritozzo, einem großen runden Brötchen, das vor Creme nur so überquillt. Die Worte des Gründers unterstreichen ein unverfälschtes Know-how: „Alles ist hausgemacht. Alles wird hier gemacht, von meinen eigenen Händen.“ Als unerwartete frische Note bietet der Laden sogar ein Eis an, das mit Olivenöl zubereitet wird.
📍Di Giu – 34, rue des Vinaigriers, 75010