Eine Krone aus massivem Gold, die zum ersten Mal in Paris zu sehen ist, bildet den Ausgangspunkt des neuen kulturellen Angebots des Musée Guimet. Dieses Prunkstück stammt direkt aus dem Königreich Silla, einem historischen Reich, das vor über tausend Jahren die koreanische Halbinsel vereinte. Die Institution widmet sich damit einer Reise ins Herz dieser glanzvollen Zeit, als dieses Gebiet ein bedeutender Knotenpunkt des Handels zwischen China, Japan und der Seidenstraße war.
Königliche Relikte und Kriegskunst
Der Rundgang beleuchtet den materiellen Reichtum und das handwerkliche Können dieser alten Zivilisation. Die Besucher können dort eine Fülle von Goldschmuck und Jadeornamenten bewundern. In den Vitrinen ist zudem ein Arsenal aus jener Zeit zu sehen, bestehend aus Schwertern und verschiedenen Rüstungen für Monarchen und Krieger. Die Verteidigungsausrüstung erstreckte sich zudem auf die Reittiere, wobei die Ausstellung speziell für Pferde entwickelte Schutzvorrichtungen zeigt. In den verschiedenen Räumen stehen diese historischen Objekte im Dialog mit zahlreichen Darstellungen, die mit dem Buddhismus und den Tierkreiszeichen verbunden sind.
Die Eröffnung dieser Ausstellung ist Teil der großen Korea-Saison, die das Musée Guimet derzeit veranstaltet. Parallel zu dieser neuen Ausstellung, die sich auf die Schätze von Silla konzentriert, ist die allererste Ausstellung dieses Themenzyklus noch bis zum 6. Juli in den Galerien zu sehen.
Diese verschiedenen asiatischen Kulturangebote prägen den Kalender des Museums vor dem großen Finale der Reihe, dessen Start für September geplant ist.