Bei E. Dehillerin geben die auf den Utensilien aufgeklebten Etiketten keine Preise an, sondern Artikelnummern. Um zu erfahren, dass eine kleine Metallform mit der Nummer „8200-30“ 1,69 Euro kostet, müssen die Kunden in einem dicken gedruckten Katalog blättern, der in den Gängen ausliegt. Diese ungewöhnliche Preisauszeichnung gibt sofort den Ton dieses historischen Geschäfts vor.
Das Geschäft in der Rue Coquillière im ersten Arrondissement ist über 200 Jahre alt und gleicht einem rohen, zweckmäßigen Labyrinth. Der Lagerbereich scheint mit dem Verkaufsraum zu verschmelzen. Die Wände verschwinden hinter Reihen von Stahlpfannen, die besonders schwer zu handhaben sind, und hinter Stapeln von Kupfertöpfen. Letztere, die sowohl zum Kochen als auch zur Dekoration beliebt sind, weisen im Kassenbuch des Ladens deutlich höhere Preise auf.
Ein Keller von industriellen Ausmaßen
Um den Laden zu erkunden, führt eine Treppe in einen Keller, der genauso groß ist wie das Erdgeschoss. In diesem Raum mit niedrigen Decken wird Ausrüstung gelagert, die in erster Linie für Fachleute aus der Gastronomie gedacht ist. Die Gänge sind vollgestopft mit riesigen Schmortöpfen, imposanten Gemüsemühlen und Kartons mit Ausrüstung, die auf Holzregalen gestapelt sind.
In den Ecken dieses dicht bestückten Raums müssen die Kunden oft in einfachen Metallregalen stöbern, um das zu finden, was sie suchen. Kochmesser, verschiedene Zangen, robuste Schneebesen oder ganz spezielle Werkzeuge wie Muschelöffner liegen dort lose beisammen. So versorgt das Geschäft die Pariser Köche weiterhin mit solider, massiver Fachausrüstung.