Was vor einigen Jahren noch surreal erschien, nimmt nun ganz konkret Gestalt an: die Idee, Paris und Sydney ohne Zwischenlandung mit dem Flugzeug zu verbinden. In Toulouse befindet sich der allererste Ultra-Langstrecken-Airbus A350-1000, der für diese Art von Strecke vorgesehen ist, derzeit in der Endphase der Montage. Dieses Flugzeug der neuen Generation ebnet den Weg für Direktverbindungen zwischen Europa und Australien, zu denen auch Paris gehören könnte.
Eine Direktverbindung zwischen Paris und Sydney
Dieses Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative der australischen Fluggesellschaft Qantas, die den Namen „Project Sunrise“ trägt. Das Ziel ist klar: die längsten kommerziellen Flüge der Welt ohne Zwischenlandung anzubieten. Während man heute in der Regel mindestens einen Umstieg einplanen muss, um von Paris nach Sydney zu gelangen, könnte diese Strecke künftig in einem Rutsch zurückgelegt werden – in etwa 20 bis 22 Flugstunden.
Um das möglich zu machen, hat Airbus eine ganz spezielle Version seines A350-1000 entwickelt. Das Flugzeug ist mit einem zusätzlichen Tank von etwa 20.000 Litern ausgestattet, wodurch es eine außergewöhnliche Reichweite erreicht. Auch die Systeme wurden an diese extremen Flüge angepasst, wobei ab 2026 Testphasen geplant sind, um die Leistung auf Strecken zu überprüfen, die mehr als 22 Stunden dauern können.

Im Innenraum der Flugzeuge sollen diese Maschinen im Gegensatz zu herkömmlichen Konfigurationen weniger Passagiere befördern – etwa 230 bis 240 Sitzplätze –, um den Komfort auf langen Flügen in den Vordergrund zu stellen. Es sind sogar Bereiche für das Wohlbefinden geplant, mit Zonen zum Dehnen oder zum Trinken.
Auch wenn die ersten bestätigten Strecken vor allem Sydney–London oder Sydney–New York betreffen, gehört Paris mittelfristig eindeutig zu den geplanten Zielen. Europa könnte somit zum ersten Mal in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt ohne Zwischenstopp mit dem australischen Osten verbunden werden. Was den Zeitplan angeht, sollen die ersten Flugzeuge ab Ende 2026 ausgeliefert werden, wobei ein kommerzieller Start im Laufe des Jahres 2027 geplant ist, sofern die Tests erfolgreich verlaufen.