Nur etwa 30 Minuten von Paris entfernt gibt es einen Ort, an dem man das Gefühl hat, innerhalb weniger Kilometer den Kontinent gewechselt zu haben. Die japanischen Gärten von Favières in Seine-et-Marne haben im vergangenen März ihre Türen wieder für die Öffentlichkeit geöffnet – pünktlich zum Frühling!
Ein Zen-Garten, der zum Naturerbe der Region Île-de-France gehört
Noch wenig bekannt in der breiten Öffentlichkeit, bieten diese Gärten ein echtes Eintauchen in die Ästhetik traditioneller japanischer Landschaften. Hier ist nichts dem Zufall überlassen. Wasser, Stein, Pflanzen und Blickachsen bilden eine Kulisse, die so gestaltet ist, dass sie sich im Laufe der Jahreszeiten verändert. Der Rundgang variiert daher je nach Jahreszeit, wobei der Frühling wegen der ersten Blüten und des allmählichen Erwachens der Natur besonders beliebt ist.
Das Gelände erstreckt sich über fast 9.000 Quadratmeter und lässt sich in zwölf verschiedenen Bereichen erkunden. Dort findest du unter anderem ein Teich mit Koi-Karpfen, einen Teegarten, Bereiche für die Meditation, Steinkompositionen, aber auch mehrere Steinwasserfälle. Jeder Abschnitt des Rundgangs hat seine eigene Atmosphäre, mit dem Ziel, das Tempo zu drosseln und Raum für die Beobachtung zu schaffen.

Die Gärten wurden von der Landschaftsarchitektin Sandrine Milic, einer Spezialistin für die Kunst des traditionellen japanischen Gartens, entworfen und angelegt. Diese Arbeit brachte dem Ort das Label „Petit Patrimoine Naturel d’Île-de-France“ ein, mit dem bemerkenswerte Stätten der Region ausgezeichnet werden. Eine Anerkennung, die den einzigartigen Charakter dieses auf regionaler Ebene noch wenig bekannten Ortes bestätigt.
Die Saison 2026 verspricht einige Neuerungen. Die Teams kündigen eine bereicherte Landschaftsgestaltung, eine leichte Restaurierung bestimmter Teile des Rundgangs sowie ein Programm rund um die japanische Kultur an. Die Idee bleibt dieselbe: den Garten zu einem Ort der Kontemplation, aber auch der Vermittlung und Entdeckung zu machen.
Vor Ort kommen manche, um die Landschaften zu fotografieren, andere, um die Ruhe zu genießen oder sich einfach eine Auszeit fernab vom städtischen Trubel zu gönnen. Der Kontrast ist übrigens einer der großen Vorzüge des Ortes: Man befindet sich in unmittelbarer Nähe von Paris, doch die Atmosphäre vermittelt das Gefühl, viel weiter weg zu sein.
Mit der Rückkehr der schönen Tage könnte diese Wiedereröffnung viele Einwohner der Île-de-France anziehen, die auf der Suche nach Frühlingsausflügen sind. Zwischen Teichen, Stille und sorgfältig inszenierter Vegetation bieten die japanischen Gärten von Favières einen beruhigenden, abwechselnden und noch weitgehend unbekannten Ausflug.
📍Japanische Gärten von Favières – 10, chemin de la Belle-Épine, 75010