Diese legendäre Pariser Brasserie wurde 1947 gegründet und serviert einen Pied de cochon, dessen Rezept seit fast 70 Jahren unverändert ist. Dieser fast rund um die Uhr geöffnete Ort, an dem die französische Gastronomie Königin ist, ist ein absolutes Muss in Paris. Und das sogar nach Mitternacht! Jetzt müssen Sie nur noch die Türen der Brasserie aufstoßen, die mit goldenen Griffen verziert sind … in Form von Schweinefüßen!
Zu den Ursprüngen dieses Monuments der Pariser Gastronomie
Um die Ursprünge des legendären Pied de Cochon zu verstehen, müssen wir in die Zeit von Les Halles zurückgehen, die man früher den „Bauch von Paris“ nannte . Im Jahr 1946 kaufte Clément Blanc (der ehemalige Fleischbevollmächtigte von Les Halles) ein kleines, seit dem Krieg verlassenes Bistro in der Rue Coquillère 6. Und 1947 wurde das berühmte Restaurant offiziell gegründet. Sehr schnell wurde es zum Versteck der „Forts des Halles“, der starken Lagerarbeiter, die damit beauftragt waren, tonnenweise Waren durch das Herz der alten Pavillons von Paris zu bewegen. Und seit 1947 hat die Brasserie, die fast rund um die Uhr geöffnet ist, fast nie ihre Türen geschlossen. Selbst nach Mitternacht vibriert der Ort weiter …
Die verrückte Wette mit dem 24/7-Service und einem vergessenen Gericht
Auch wenn das Restaurant zunächst eine arbeitende Kundschaft beherbergt, hat Clément Blanc eine innovative Idee: Er bietet einen durchgehenden Service an. Die Legende besagt sogar, dass in seiner Küche fast nie das Licht ausgegangen ist. Ein Rekord von über 70 Jahren fast ununterbrochener Öffnungszeiten. Damit wurde das Au Pied de Cochon zu einem der ersten Pariser Restaurants, die rund um die Uhr geöffnet waren. Als Visionär beschloss der Gründer von Au Pied de Cochon, ein Stück Fleisch zu ehren, das damals von den Metzgern verschmäht wurde. Der gefüllte oder panierte Schweinefuß, die gleichnamige und emblematische Spezialität des Hauses, deren Rezept seit den 40er Jahren unverändert geblieben ist. Und der Erfolg ist durchschlagend! Ab den 1950er Jahren strömte das ganze Paris hierher, von den Arbeitern von Les Halles bis hin zu Berühmtheiten wie Charles Aznavour oder Jean-Paul Belmondo. Die Institution ist geboren.
Ein Rezept, das seit den 40er Jahren unverändert geblieben ist, in einem Dekor der Belle Époque.

Mit seinem Belle-Epoque-Dekor, den Kronleuchtern aus Muranoglas und den schelmischen Augenzwinkern gegenüber dem Schwein hat das Au Pied de Cochon alles, um die Liebhaber der Pariser Brasserie zu begeistern. Aber was steht in diesem Lokal, das (fast) nie schließt, heute auf der Speisekarte? Natürlich kanadische Gerichte, Meeresfrüchte, Schweinefleisch… aber nicht nur! Überbackene Zwiebelsuppe, Schnecken aus Burgund, gegrillter Schweinsfuß, Entenconfit, Moules marinières oder gebratener Hummer… die großen Klassiker der französischen Küche kommen hier zu Ehren. An schönen Tagen enthüllt die Brasserie auch ihre schöne Terrasse, auf der man Käse- und Wurstplatten teilen kann. Ein schlichtweg mythischer Ort, an dem man zu jeder Tageszeit schlemmen kann.
Kurz gesagt: Das Au Pied de Cochon ist eine echte Institution. Und wie man gemeinhin sagt: Alle Wege führen zum Au Pied de Cochon!
📍 Au Pied de Cochon6 rue Coquillière, 75001 Paris
Rund um die Uhr geöffnet, 7 Tage die Woche von morgens bis in die frühen Morgenstunden (von 08:00 bis ca. 5:00 Uhr)

