In Paris mangelt es nicht an kulturellen Angeboten, die Kunst- und Kulturliebhaber begeistern. Jeden Monat kannst du eine immersive Ausstellung, exklusive Fotodrucke, Malerei, Zeichnungen und vieles mehr bewundern… Kurz gesagt, es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei! Hier sind die Ausstellungen, die du dir derzeit in Paris ansehen solltest.

Im Musée Quai Branly – Jacques Chirac würdigt die Ausstellung „Africa Fashion“ die ganze Vielfalt der afrikanischen Mode. Diese internationale Wanderausstellung hat bereits London, New York, Portland, Chicago, Melbourne und Montreal erobert. Ursprünglich vom Victoria and Albert Museum in London konzipiert, bietet sie einen Dialog zwischen den größten Modeschöpfern der zeitgenössischen afrikanischen Szene und der Sammlung des Museums anhand von farbenfrohen Silhouetten, Textilien, Accessoires, afrikanischem Schmuck und Fotografien.
Hilma Af Klint im Grand Palais
Mach dich bereit, in eine völlig eigene Welt einzutauchen. Mit „Hilma af Klint: Die Tempelbilder (1906–1915)“ rückt das Grand Palais endlich eine Künstlerin ins Rampenlicht, die lange Zeit im Schatten stand … obwohl sie der modernen abstrakten Kunst um Jahre voraus war. Noch vor Kandinsky malte Hilma af Klint bereits atemberaubende Werke, in denen sie Symbole, Spiritualität und geometrische Formen miteinander verband. Die Ausstellung vereint zum ersten Mal in Frankreich die legendären Tempelbilder in monumentalen Formaten, in denen Spiralen, leuchtende Farben und organische Motive fast den Eindruck einer riesigen meditativen Erfahrung vermitteln. Und was noch mehr fasziniert, ist die Geschichte hinter diesen Werken: Da sie überzeugt war, dass die Welt noch nicht bereit für ihre Arbeit war, hatte Hilma af Klint darum gebeten, dass ihre Kreationen nach ihrem Tod verborgen bleiben sollten. Das Ergebnis: Ihre Bilder wurden erst Jahrzehnte später von der breiten Öffentlichkeit entdeckt… Ein gut gehütetes Geheimnis, das wir heute gerne teilen!

Freigeistige Ikone, Muse und geniale Fotografin: Lee Miller widmet sich eine große Retrospektive im Musée d’Art Moderne in Paris. Bis zum 2. August 2026 zeichnen fast 250 Abzüge den außergewöhnlichen Werdegang dieser Avantgarde-Persönlichkeit nach , die vom Star-Model zur Kriegsberichterstatterin wurde. Von ihren surrealistischen Experimenten an der Seite von Man Ray bis hin zu ihren ergreifenden Aufnahmen aus Konzentrationslagern enthüllt die Ausstellung ein kraftvolles, gewagtes und engagiertes Werk. Der in sechs Abschnitte gegliederte Rundgang erkundet alle Facetten ihres Blicks zwischen Mode, Kunst, Krieg und Intimität.

Tauche ein in ein ebenso poetisches wie geheimnisvolles Sinneserlebnis mit „Clair-obscur“ in der Bourse de Commerce – Pinault Collection, einem der künstlerischen Höhepunkte des Pariser Frühlings. Dieser immersive Rundgang führt dich von der Dunkelheit ins Licht und interpretiert das Erbe des berühmten Chiaroscuro durch rund zwanzig moderne und zeitgenössische Künstler neu. Hier beleuchtet das Licht nicht nur die Werke, sondern wird zu einer eigenständigen Sprache, die die Schattenbereiche des Unbewussten offenbart. Unter der Rotunde der Kuppel steht das hypnotische Werk von Pierre Huyghe im Dialog mit den Werken von Bill Viola oder Victor Man, während Laura Lamiel in den Vitrinen der Passage mit Farben und Formen spielt.

Zu den immersiven Ausstellungen, die du in Paris nicht verpassen solltest, gehört „L’Atelier des Lumières“ mit seiner neuen immersiven Inszenierung „Renaissance: Da Vinci, Raffael, Michelangelo“. In dieser ehemaligen Gießerei im 11. Arrondissement erwarten dich die größten Meisterwerke der italienischen Meister, die großflächig auf den Boden und die Wände dieses einzigartigen Ausstellungsraums projiziert werden. Schau nach oben und bewundere jedes Detail der ikonischen Statuen und Gemälde, die bis zu 10 m hoch projiziert werden. Versprochen, du wirst nicht unbeeindruckt bleiben…

Mitten im Jardin des Tuileries würdigt das Musée de l’Orangerie die einzigartige Welt des berühmten Henri Rousseau mit der Ausstellung „Henri Rousseau, l’ambition de la peinture“. Oft auf das Bild des „naiven“ Malers reduziert, offenbart der legendäre „Zollbeamte“ hier den ganzen Reichtum seines Schaffens anhand von rund fünfzig Werken aus internationalen Sammlungen, insbesondere aus der Barnes Foundation. Üppige Dschungel, geheimnisvolle Porträts und Pariser Landschaften bilden einen immersiven Rundgang, der es dir ermöglicht, die Kühnheit und die blühende Fantasie dieses autodidaktischen Künstlers wiederzuentdecken, der zu einer der wichtigsten Figuren der modernen Kunst wurde.

Er träumte davon, anlässlich der Weltausstellung von 1900 in Paris auszustellen, doch sein vorzeitiger Tod im Jahr 1899 machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung: Diese Ausstellung wird ihm endlich gerecht.
Im 16. Arrondissement widmet das Musée Marmottan Monet Giovanni Segantini, einer großen Figur des europäischen Symbolismus, die erste Pariser Einzelausstellung. Mit 60 Werken – Gemälden, Pastellen und Zeichnungen – zeichnet sie die ästhetische und spirituelle Sucheeines wenig bekannten italienischen Künstlers nach, anhand von Berglandschaften von der italienischen Lombardei bis ins Schweizer Engadin.

In diesem Frühjahr lädt uns das Musée Jacquemart-André mit „Splendeurs du baroque: de Greco à Velázquez“ zu einer spektakulären Reise ins Herz des spanischen Goldenen Zeitalters ein. Mit rund vierzig außergewöhnlichen Werken, die von der Hispanic Society of America ausgeliehen wurden, enthüllt die Ausstellung die ganze Kraft des spanischen Barocks anhand von Gemälden von Meistern wie El Greco, Diego Velázquez oder Francisco de Zurbarán. Faszinierende Porträts, eindringliche religiöse Szenen und Werke aus Europa und Lateinamerika bilden einen ebenso reichhaltigen wie hypnotisierenden Rundgang, in dem sich die für den Barock typische Theatralik und Emotionalität in ihrer ganzen Pracht entfalten.
Matisse 1941–1954 im Grand Palais
Auf zum Grand Palais, um in die letzten Lebensjahre von Henri Matisse einzutauchen und zu verstehen, wie er mit fast 80 Jahren seine Kunst buchstäblich neu erfunden hat. Hier explodieren die Farben, tanzen die Formen und stehen die berühmten ausgeschnittenen Gouachen im Rampenlicht. Über 300 Werke (Gemälde, Zeichnungen, Bücher, Textilien, Glasmalereien…) zeichnen diese faszinierende Zeit nach, in der Matisse eine Bildsprache von völliger Freiheit erfand. Besondere Erwähnung verdienen die ikonischen „Nus bleus“, „La Tristesse du roi“ oder auch das Album „Jazz“, die allein schon einen Besuch wert sind. Die Ausstellung ist wie ein Eintauchen in sein Atelier konzipiert und führt uns durch einen wahren künstlerischen „Garten“, lebendig und in ständiger Veränderung. Ein visueller Genuss, aber auch eine echte Lektion in Sachen Kreativität.
Die Ausstellung „Cartes Imaginaires“ in der BNF Richelieu

Paris beweist uns mit seiner neuen Ausstellung „Cartes imaginaires“, dass auch eine einfache Karte absolut faszinierend sein kann. Die Bibliothèque nationale de France – Standort Richelieu nimmt uns mit auf eine Reise zwischen Fiktion, Mythen und Fantasie. Hier geht es vom irdischen Paradies nach Atlantis, von Narnia zu Game of Thrones bis hin zu den Welten von Final Fantasy. Seltene Manuskripte, alte Atlanten, fantastische Karten und zeitgenössische Werke treten in einem immersiven Rundgang in Dialog, der als Erkundung zwischen Realität und Fantasie konzipiert ist. Mit über 200 ausgestellten Werken , darunter prestigeträchtige Leihgaben aus der British Library oder der Vatikanischen Bibliothek, ist diese Ausstellung wirklich einen Abstecher wert.
Die Marilyn-Monroe-Retrospektive in der Cinémathèque Française
Die derzeit glamouröseste Ausstellung darfst du auf keinen Fall verpassen. In der Cinémathèque française zeigt sich Marilyn Monroe ganz ungeschminkt und Spoiler: Es geht weit über den Mythos hinaus. Bis zum 26. Juli 2026 feiert diese spektakuläre Retrospektive den hundertsten Geburtstag der Hollywood-Ikone und rückt endlich die Schauspielerin hinter dem Sexsymbol ins Rampenlicht. Zwischen Originalkostümen, legendären Fotos von Avedon oder Warhol und bisher unveröffentlichten Archivaufnahmen taucht der Rundgang die Besucher hinterdie Kulissen des Star-Systems und enthüllt eine Schauspielerin, die viel komplexer ist, als man sich das vorstellt.
Nan Goldin im Grand Palais

Nan Goldin, eine feste Größe der Fotoszene, erobert das Grand Palais mit „This Will Not End Well“, einer ebenso persönlichen wie eindringlichen Ausstellung. Hier verwischt sie die Grenzen und inszeniert sich selbst wie eine echte Regisseurin, durch Diashows, die sie als „Filme aus Standbildern“ versteht. Das Ergebnis? Ein unverfälschtes Eintauchen in ihr Universum, zwischen intimen Erinnerungen, Liebesgeschichten, Freundschaften und Kämpfen, über mehr als vier Jahrzehnte hinweg. Die Ausstellung erstreckt sich über immersive Pavillons, die wie ein Dorf angelegt sind, und vereint sechs bedeutende Werke, darunter „The Ballad of Sexual Dependency“ und „The Other Side“, und behandelt wichtige Themen wie Identität, Sucht oder Trauer. Eine zutiefst menschliche Retrospektive, die sich als ganzheitliches künstlerisches Erlebnis präsentiert.
Im Juli kommt diese riesige, 2.500 m² große Ausstellung über Tutanchamun nach Paris

Begeben dich diesen Sommer auf eine Reise zu den Geheimnissen Ägyptens, ohne Paris zu verlassen, und entdecke eines der spannendsten archäologischen Abenteuer unseres 20. Jahrhunderts. Auf zur Paris Expo Porte de Versailles, um die Geheimnisse von Tutanchamun, dem 11. Pharao der 18. Dynastie, zu lüften. Auf einer riesigen Ausstellungsfläche von 2.500 m² entdeckst du mehr als 1.000 Schätze des Herrschers, aber auch sein nachgebautes Grab … Eine echte Zeitreise! Zu sehen vom 3. Juli bis zum 2. September 2026.