Delacroix beobachtete dort exotische Raubtiere. Gustave Moreau schöpfte dort seine Motive. Seit 1626 war das Nationale Naturkundemuseum nie nur ein Ort der Wissenschaft: Es war auch eine Inspirationsquelle für Generationen von Künstlern. Zu seinem 400-jährigen Jubiläum präsentiert die Institution eine groß angelegte Ausstellung, die diese einzigartige Beziehung zwischen künstlerischem Schaffen und naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzeichnet.
Eine einzigartige Ausstellung zum 400-jährigen Jubiläum des Naturkundemuseums in Paris
Das Nationale Naturkundemuseum ist eine der ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen Frankreichs und wurde unter Ludwig XIII. gegründet. Zu seinem 400-jährigen Jubiläum werden mehr als 300 Werke und Objekte ausgestellt. Dort kannst du bisher unveröffentlichte Gemälde, erstaunliche Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und präparierte Exemplare bewundern … allesamt von mehr als 120 Künstlern und Wissenschaftlern geschaffen. Die Ausstellung hinterfragt eine oft verschwommene Grenze: Wo hört wissenschaftliches Handwerk auf und wo beginnt künstlerisches Schaffen?
Im Mittelpunkt stehen so unterschiedliche Persönlichkeiten wie der Maler Pierre-Joseph Redouté, ein Meister der botanischen Illustration, oder der Bildhauer Emmanuel Frémiet, dessen Tierfiguren lange Zeit die Alleen des Jardin des Plantes schmückten. Im Laufe der Jahrhunderte war die Darstellung von Tieren, Pflanzen und Mineralien nicht nur eine ästhetische Übung: Sie war ein grundlegendes Mittel, um die Natur zu benennen, zu klassifizieren und zu verstehen.
Die Ausstellung ist Teil eines umfassenderen Programms zur Feier des 400-jährigen Jubiläums des Naturkundemuseums. Vier Jahrhunderte, in denen Kunst und Wissenschaft Seite an Seite vorangeschritten sind, oft ohne sich wirklich voneinander abzugrenzen. Und das gibt’s vom 23. September 2026 bis zum 7. März 2027 zu sehen!
Ort: 6 rue Geoffroy Saint-Hilaire, 75005 Paris
Termine: vom 23. September 2026 bis zum 7. März 2027