Man verbindet sie sofort mit New York, doch die Geschichte der Freiheitsstatue beginnt mehrere tausend Kilometer von Manhattan entfernt. Lady Liberty wurde in Frankreich entworfen und gefertigt, insbesondere in den Pariser Werkstätten von Gaget, Gauthier & Compagnie. Ab dem 22. September 2026 blickt das Musée des Arts et Métiers mit „Lady Liberté“ auf dieses industrielle Abenteuer zurück. Schweiß, Wagemut, Genialität – eine neue, immersive Ausstellung, die bis zum 1. August 2027 zu sehen ist.
Die Ausstellung fällt auf ein symbolträchtiges Datum: 2026 markiert sowohl den 140. Jahrestag der Einweihung der Freiheitsstatue in New York als auch den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Doch statt sich nur auf Bartholdi und die politische Symbolik des Denkmals zu konzentrieren, widmet sich die Ausstellung vor allem denen, die es tatsächlich geschaffen haben: Handwerker, Arbeiter, Ingenieure und Techniker, die auf einer für die damalige Zeit beispiellosen Baustelle im Einsatz waren.

Um den immersiven Charakter zu verstärken, hat das Museum beschlossen, einen Teil der heute nicht mehr existierenden Gaget-Werkstätten in Originalgröße nachzubilden – basierend auf Plänen, historischen Fotos und Archivmaterial. 3D-Modelle helfen zudem dabei, die Organisation dieser riesigen Arbeitsbereiche nachzuvollziehen.
Ausgestattet mit Kopfhörern verfolgen die Besucher die verschiedenen Bauphasen: Vergrößerung der Gipsmodelle, Herstellung der ersten Holzschablonen und schließlich das Aushämmern der großen Kupferbleche. Werkstattgeräusche, Kulissen, Videoprojektionen und sensorische Elemente sollen die Atmosphäre der Pariser Baustelle Ende des 19. Jahrhunderts wiedergeben.
Ort: Musée des Arts et Métiers, 60 rue Réaumur, 75003 Paris
Öffnungszeiten: vom 22. September 2026 bis zum 1. August 2027, dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr, freitags bis 21:00 Uhr; montags geschlossen