Man kannte sie vor allem für ihre Drehstudios und riesigen Filmkulissen. Jetzt will die Cité du Cinéma auch ein Ort werden, an dem man einfach den Tag verbringen kann. Nach mehrmonatigen Renovierungsarbeiten hat der Standort in Saint-Denis gerade sein neues Konzept anlässlich der Tage des offenen Denkmals am 19. und 20. September vorgestellt.
Ein neuer Tempel des Kinos in der Nähe von Paris
Auf den nun genutzten 12.000 Quadratmetern beschränkt sich die Cité nicht mehr nur auf Film- und Fernsehschaffende. Kino, Theateraufführungen, Tanz, Konzerte, Ausstellungen und Gastronomie sollen nach und nach in diesem ehemaligen Kraftwerk Einzug halten, das 2012 zu einem Filmstudio umgebaut wurde.
Das Publikum kann sich insbesondere auf einen Kinosaal mit rund 450 Plätzen, Räume für große Ausstellungen und ein Restaurant mit Platz für bis zu 1.000 Personen freuen. Das Programm soll sich um vier Bereiche drehen: Kino, Musik, darstellende Künste und Medien.

Genau, am 2. Oktober findet in dem riesigen Hauptschiff eine „Final Cut“-Elektro-Nacht statt. Ab dem 30. November richtet Michel Gondry dort seine „Usine de Films Amateurs“ ein, wo Besucher gemeinsam einen Kurzfilm konzipieren und drehen können. Auch der Choreograf Benjamin Millepied und sein „Paris Dance Project“ lassen sich dort nieder.
Langfristig verspricht die Cité außerdem große Ausstellungen rund um Popkultur und die Hintergründe des Kinos. Das erklärte Ziel ist klar: rund 300.000 Besucher pro Jahr anzulocken – weit mehr als das Fachpublikum, das den Standort bisher frequentierte.
Ort: Cité du Cinéma, 20 rue Ampère, 93200 Saint-Denis