Im Herzen der Île de la Cité, nur wenige Meter von Notre-Dame entfernt, hält die Rue Chanoinesse eine Überraschung bereit , die viele eher zufällig entdecken. Hier befindet sich das „Vieux Paris d’Arcole“, eine historische Adresse, die für ihre mit einer beeindruckenden Glyzinie bewachsene Fassade bekannt ist. Wenn die schönen Tage kommen, wird dieser Ort zu einem der fotogensten Spots der Hauptstadt.
Wahrscheinlich die schönste Terrasse von Paris bei schönem Wetter
Ursprünglich war es ein Kanonikerhaus, das mit der benachbarten Kathedrale verbunden war; das Gebäude, in dem sich das Restaurant befindet, stammt aus dem Jahr 1512. Das Haus in der Rue Chanoinesse 24 bewahrt übrigens mehrere unter Denkmalschutz stehende Elemente, die vom alten mittelalterlichen Paris zeugen, das in diesem Viertel noch immer sichtbar ist. Diese Geschichte trägt zum Charme des Ortes bei, der fast wie in der Zeit stehen geblieben wirkt.

Was vor allem die Blicke auf sich zieht, ist die Vegetation, die die Fassade bedeckt. Die 1946 gepflanzte Glyzinie erstreckt sich heute über etwa 7 Meter in die Höhe und 22 Meter in die Länge und verwandelt den Eingang des Restaurants völlig. Im Frühling fallen ihre violetten Blütenbüschel wie eine Kaskade über die bunten Tische und Stühle und vermitteln das Gefühl, sich in einer dörflichen Kulisse zu befinden.
Jedes Jahr zieht die Blütezeit Fotografen, Anwohner und Besucher an. Manche kommen einfach, um die Fassade zu bewundern, andere machen es sich auf der Terrasse gemütlich, um die Umgebung zu genießen. Der Kontrast zwischen der kleinen gepflasterten Straße, den alten Mauern und der üppigen Vegetation funktioniert besonders gut.
Abgesehen von der Glyzinie hat der Ort auch eine kulinarische Geschichte. Das Restaurant bietet traditionelle französische Küche in einem historischen Ambiente mit sichtbaren Holzbalken und Salons im Stil der damaligen Zeit. Dieser ganz besondere Rahmen verstärkt den Eindruck, in das Paris vergangener Zeiten versetzt zu werden.

Die Rue Chanoinesse ist ruhiger als die benachbarten Straßen und hat sich einen fast geheimnisvollen Charakter bewahrt – sie ist schon für sich allein einen Abstecher wert. Mit ihrem Kopfsteinpflaster, den alten Fassaden und den versteckten kleinen Innenhöfen gehört sie zu jenen Ecken, in denen man den touristischen Trubel rund um Notre-Dame leicht vergisst.
Kurz gesagt: Mit seinem ziemlich verrückten Dekor, seiner Küche, aber vor allem seiner unglaublichen Glyzinie erfüllt das „Au Vieux Paris d’Arcole“ alle Kriterien für eine charmante kleine Adresse in Paris. Im Frühling verdient sein Postkarten-Dekor fast den Titel der schönsten Terrasse von Paris.
📍Au Vieux Paris d’Arcole – 24, Rue Chanoinesse, 75004
📆 Täglich von 12 bis 14:30 Uhr und von 18 bis 21:30 Uhr geöffnet