Etwa dreißig Kilometer von Paris entfernt könnte Sangoku eines Tages den Platz von Gargantua einnehmen. Das ehemalige Gelände von Mirapolis, einem Kultpark der 1980er Jahre, steht im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Frankreich und Saudi-Arabien. Das besprochene Projekt ist spektakulär: ein Freizeitkomplex im Wert von mehreren Milliarden Euro, von dem ein Teil dem „Dragon Ball“-Universum gewidmet sein soll. Aber bisher ist noch nichts offiziell unterzeichnet.
Ein Dragon-Ball-Park auf dem ehemaligen Mirapolis-Gelände geplant
Die Nachricht wurde Ende Juli von Politico veröffentlicht und anschließend von Le Parisien bestätigt. Der Élysée-Palast soll seit mehreren Monaten Verhandlungen mit der Qiddiya Investment Company führen, einer Tochtergesellschaft des saudischen Staatsfonds PIF. Beim „Choose France“-Gipfel im Juni 2026 soll der Chef von Qiddiya Emmanuel Macron getroffen haben. In einer Absichtserklärung wurde damals der Wunsch geäußert, ein großes französisches Projekt in den Bereichen Tourismus und Unterhaltung zu prüfen.
Das in Betracht gezogene Gelände befindet sich in Courdimanche, in der Nähe von Cergy, wo Mirapolis 1987 seine Pforten geöffnet hatte. Der Park war vor allem für seine riesige, mehrere Dutzend Meter hohe Gargantua-Statue bekannt, in der sich eine Attraktion befand. Trotz großer Ambitionen schloss Mirapolis bereits 1991, geschwächt durch finanzielle Schwierigkeiten und zu geringe Besucherzahlen.
Das derzeit diskutierte Projekt würde nicht einfach darin bestehen, die alten Anlagen wieder instand zu setzen. Es geht um einen neuen Komplex mit Attraktionen, Hotels und Restaurants – eine Investition, die mehrere Milliarden Euro erreichen könnte. Die Nähe zur Endstation der RER A in Cergy-le-Haut ist natürlich ein Vorteil, auch wenn eine Anlage dieser Größenordnung natürlich große Fragen in Bezug auf Verkehr, Straßenanbindung und Raumplanung aufwerfen würde.
Wie könnte der zukünftige Park in der Nähe von Paris aussehen?

Um sich ein Bild vom Projekt zu machen, muss man einen Blick auf Qiddiya City in der Nähe von Riad werfen. Dort entwickelt der saudische Konzern bereits gemeinsam mit Toei Animation einen offiziellen Dragon-Ball-Park . Der für 2024 angekündigte Park soll sich über mehr als 500.000 Quadratmeter erstrecken und sieben Themenbereiche umfassen, die von berühmten Schauplätzen der Saga inspiriert sind, darunter das Kame House, die Capsule Corporation und der Planet von Beerus. Geplant sind mehr als dreißig Attraktionen, darunter fünf große Erlebnisse und eine Achterbahn, die im Inneren eines 70 Meter hohen Shenron untergebracht ist.
Es gibt jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Park in der Region Île-de-France genau diese Größe oder genau diese Attraktionen haben würde. Der genaue Inhalt des Geländes, seine Ausdehnung, die Finanzierung und der Zeitplan wurden noch nicht veröffentlicht.
Das Projekt ist also noch mit Vorbehalt zu betrachten. Aber die Vorstellung, dass Mirapolis unter dem Banner von Dragon Ball wiederaufersteht, ist keineswegs nur ein Gerücht aus den sozialen Netzwerken: Über diplomatische und wirtschaftliche Gespräche wird von mehreren Medien tatsächlich berichtet. Nun bleibt abzuwarten, ob sie tatsächlich zum Erfolg führen oder ob dieser neue Traum von einem Freizeitpark in die lange Liste der Projekte aufgenommen wird, die seit dem Verschwinden von Gargantua für dieses Gelände ins Auge gefasst wurden. Fortsetzung folgt…