Der fürdie Weltausstellung 1937 erbaute Palais de Tokyo im 16. Arrondissement war noch nie ein Museum wie jedes andere. Entstanden, um zwei unterschiedliche Institutionen zu beherbergen – das Musée d’art moderne de la Ville de Paris auf der einen Seite und ein Zentrum für zeitgenössisches Kunstschaffen auf der anderen –, experimentiert dieses Rohbeton-Gebäude mit Blick auf die Seine unermüdlich weiter. Diesen Sommer bietet es Raum für eine neue Form des Experimentierens: Elektronische Musik erobert seinen Garten im Rahmen einer Reihe von Sommerveranstaltungen unter dem Namen „Tokyo Waves“.

Tokyo Waves: Eine Kuration von Jen Cardini
An der Spitze dieses Projekts steht eine Persönlichkeit, die sich in der internationalen Elektronikszene längst bewiesen hat. Jen Cardini, DJ und Queer-Ikone, hat sich „Tokyo Waves“ als natürliche Fortsetzung der Ausstellungsreihe „Normes Corps“ ausgedacht, die derzeit im Palais zu sehen ist. Fünf Nachmittage voller Live-Auftritte und DJ-Sets finden somit vom 12. Juli bis zum 29. August 2026 im „Niveau Jardin“ statt , diesem Außenbereich im Herzen des Gebäudes, dessen Betonwände ausnahmsweise einmal zum Vibrieren gebracht werden.
Das Programm ist vielseitig, von Frauen geprägt und engagiert: Erna, eine Pariser DJane und Produzentin, Resident-DJane bei Rinse France und bekannt von Auftritten in La Machine oder der Peacock Society, wird ein Set an der Seite von Vanille, der Königin des Techno-Trance, spielen. Beatrice M wird ihrerseits aus der DNA der britischen Bassmusik schöpfen, zwischen Dubstep und immersivem Techno, währendUpsammy, ein aufstrebender Star der experimentellen Musikszene, und Kim Ann Foxman, eine historische Ikone der New Yorker Clubszene, das Line-up vervollständigen.
Zeitgenössische Kunst als roter Faden im Palais de Tokyo
Was „Tokyo Waves“ von einer einfachen After-Party unterscheidet, ist die Art und Weise, wie es beide Welten miteinander verschmilzt.Ein Ticket für die Veranstaltung gewährt Zugang zu den aktuellen Ausstellungen und lädt das Publikum dazu ein, von der Tanzfläche in die Galerien für zeitgenössische Kunst zu wechseln, ohne das Gebäude zu verlassen. Der Palais de Tokyo, Europas größtes Zentrum für zeitgenössische Kunst, wird so zum Schauplatzeines Dialogs zwischen bildender Kunst und elektronischer Musik.

Praktische Infos:
🗓️Termine:fünf Nachmittage zwischen dem 12. Juli und dem 29. August 2026
🕔Öffnungszeiten:von 17 bis 21 Uhr
📍Ort:Palais de Tokyo, Gartenebene, 13 avenue du Président Wilson, 75116 Paris
🎟️Ticket:inklusive Zugang zu den aktuellen Ausstellungen