Nur einen Katzensprung von der Metrostation Corentin Cariou entfernt gehört „La Gare – Le Gore“ zu diesen hybriden Pariser Orten, die man einfach gerne entdeckt. Man kommt zunächst wegen eines Jazzkonzerts mit freier Preisgestaltung hierher, oft ohne genau zu wissen, was einen erwartet. Dann verlagert sich der Abend sanft ins Untergeschoss, wo „Le Gore“ mit einem Elektro-Programm bis in die frühen Morgenstunden die Fackel übernimmt.
Ein ehemaliger Bahnhof, der zu einem der lebhaftesten Orte im 19. Arrondissement geworden ist
Die „Gare“ hat sich – wie der Name schon sagt – in einem ehemaligen Bahnhof der Petite Ceinture niedergelassen, nur einen Katzensprung von La Villette entfernt. Von außen behält das Gebäude diesen etwas rohen Charme, der seinen ganzen Reiz ausmacht. Eine verzierte Fassade, ein belebter Innenhof, Tische im Freien und das Ganze einfach in einer tollen Atmosphäre.
In „La Gare“ finden jeden Abend Konzerte statt, wobei der Schwerpunkt auf Jazz, Jamsessions, hybriden Projekten und Musikern liegt, die gerne neue Wege gehen. Der Eintritt ist frei, was diesen Ort viel zugänglicher macht als die meisten Pariser Jazzclubs.
Wenn der Jazz aufhört, übernimmt Le Gore

Ab Mitternacht ändert sich das Bild. Unter „La Gare“ öffnet „Le Gore“ seinen Gewölbekeller und der Abend nimmt eine neue Wendung. Dort lässt man Blechbläser und Schlagzeug hinter sich und taucht in hohe BPMs mit einer düstereren, elektronischeren Atmosphäre ein. Der Ort ist bekannt für sein Programm aus Techno, House oder experimentellerer Musik, bei dem sich je nach Abend verschiedene Kollektive abwechseln.
Es ist dieses doppelte Gesicht, das „La Gare – Le Gore“ so besonders macht. Nur wenige Orte in Paris bieten die Möglichkeit, mit einem Live-Konzert zu starten, auf der Terrasse frische Luft zu schnappen und dann bis 6 Uhr morgens tanzen zu gehen, ohne den Ort zu wechseln.
Die Preise sind zudem erschwinglicher als in vielen Pariser Clubs, vor allem unter der Woche. Im „Le Gore“ variieren die Preise je nach Abend, während „La Gare“ bei den Konzerten weiterhin das Prinzip des freien Eintritts beibehält.
In Paris gibt es viele hybride Orte, die sich als „Underground“ präsentieren. La Gare – Le Gore muss das aber eigentlich gar nicht extra betonen. Mit dem ehemaligen Bahnhof, den täglichen Konzerten, dem Garten, dem Keller und den langen Nächten hat der Ort schon dieses gewisse organisierte Chaos, das gute Spots ausmacht.
📍Ort: La Gare – Le Gore – 1, Avenue Corentin Cariou, 75019