Weniger als eine Stunde von Paris entfernt kannst du nun inmitten eines lange Zeit vernachlässigten Naturraums die Höhe genießen. Zwischen Seine-Saint-Denis und Val-d’Oise erstreckt sich die Butte Pinson über 122 Hektar und überragt den Norden des Großraums Paris. Die neueste Attraktion befindet sich in Richtung Villetaneuse: eine große, sieben Hektar große Lichtung, die im Frühjahr 2026 eröffnet wird und von der Straßenbahn aus in wenigen Minuten erreichbar ist.
Eine neue, sieben Hektar große Lichtung auf der Butte Pinson
Die am 27. Mai dieses Jahres eingeweihte Lichtung „Bas Jardins“ bildet ein neues Tor zur Butte Pinson. Die Landschaft gliedert sich um eine weitläufige Wiese, die von 1,3 Kilometern Spazierwegen und 600 Metern Alleen durchzogen wird. Von einem Aussichtsplatz aus Metall kannst du das Ganze von einem leicht erhöhten Punkt aus betrachten, während ein wilder Rosengarten die schmale Form der ehemaligen landwirtschaftlichen Parzellen aufgreift.
Im Rahmen der Bauarbeiten wurden außerdem 844 Bäume und 465 Sträucher einheimischer Herkunft gepflanzt. Über 26.000 Quadratmeter Gehölzflächen wurden angelegt, um der Tierwelt Rückzugsorte zu bieten und die verschiedenen Naturräume des Gebiets miteinander zu verbinden. Das Gelände befindet sich teilweise auf einem ehemaligen, aufgefüllten Steinbruch: Anstatt den Aushub abzutransportieren, wurden 2.600 Kubikmeter Aushub vor Ort wiederverwendet, um das Relief neu zu gestalten und den Lkw-Verkehr zu reduzieren.
Diese neue Lichtung schließt somit nahtlos an das „Ruban vert“, den Südpark und die Querpromenade an, die im Laufe der Jahre bereits angelegt wurden. Sie liegt zudem weniger als zehn Minuten zu Fuß von der Haltestelle „Villetaneuse Université“ der Straßenbahnlinie T8 entfernt, was einen Ausflug von Paris aus ziemlich einfach macht.
Ein ehemaliges Gebiet mit Weinbergen, Mühlen und Steinbrüchen vor den Toren von Paris

Die Butte Pinson wird manchmal als die kleine Schwester von Montmartre bezeichnet: Sie ist der erste große Hügel nördlich von Paris nach dem im 18. Arrondissement. Von hier aus hat man mehrere Ausblicke auf das Pariser Becken, doch ihre Geschichte ist vor allem mit der Arbeit auf dem Land verbunden. Müller, Winzer und Gemüsegärtner folgten nacheinander auf ihren Hängen, bevor in den Steinbrüchen bis Mitte des 20. Jahrhunderts Gips abgebaut wurde, der zur Herstellung von Putz verwendet wurde.
Das Gelände verfiel dann über mehrere Jahrzehnte hinweg, bevor ein umfangreiches Sanierungsprogramm gestartet wurde. Heute wechselt der Spaziergang zwischen Wiesen, Wäldern, Obstgärten und Gemeinschaftsgärten hin und her. 45 Familienparzellen, ein gemeinschaftlicher Obstgarten und ein Hühnerstall erinnern übrigens an die landwirtschaftliche Vergangenheit des Hügels. Der GR10 führt ebenfalls durch das Gelände, ebenso wie ein Rundweg, der Maurice Utrillo gewidmet ist, der diese Landschaften gemeinsam mit Suzanne Valadon gemalt hat.
Je nach gewähltem Ausgangspunkt erreichst du die Butte Pinson mit der Linie T8 in Villetaneuse, mit der Straßenbahnlinie T5 an der Haltestelle Butte Pinson oder vom Bahnhof Pierrefitte-Stains aus mit dem Bus. Eine tolle Idee für einen Ausflug diesen Sommer!
Ort: Butte Pinson – Regionales Naturgebiet der Butte Pinson – Villetaneuse