Im Südosten von Paris, im 13. Arrondissement, gibt’s geheime Adressen, darunter Weinbars, moderne Restaurants und kleine Cocktailbars. Unter ihnen hat sich eine diskrete Bar einen soliden Ruf bei den Stammgästen des Viertels erworben: das Red Poppy in der Rue de Tolbiac.
Die ungewöhnlichste Bar im 13. Arrondissement
Der Ort ist von der chinesischen Ästhetik der 1930er Jahre und ganz allgemein von Asien inspiriert, mit einem Vintage-Dekor, das auch an Opiumhöhlen erinnert, in einer bewusst filmischen Atmosphäre. Hier geht es um einen Raum, der als Ausstellungs- und Konzertort mit einer ausgeprägten künstlerischen Dimension konzipiert ist.
Was diesen Ort wirklich einzigartig macht, ist die Art und Weise, wie die Karte präsentiert wird. Die Cocktails stehen in direktem Zusammenhang mit Legenden der chinesischen Mythologie, und schon beim Durchblättern der Karte stößt man auf Namen wie Jade-Kaninchen, Mondgöttin, Drachenperle oder Gelber Kaiser. Ein weiteres starkes Merkmal ist die Verwendung traditioneller chinesischer Heilkräuter, die als Grundlage für jede Kreation angegeben sind. Die Bar hat sich einen apothekerähnlichen Charakter gegeben, mit Zubereitungen, die durch Aufguss, Abkochung, Mazeration oder Reduktion entstehen.
Hier geht es nicht nur darum, einen Cocktail zu schlürfen, sondern eine Karte zu entdecken,die wie eine kleine Reise konzipiert ist, nur einen Katzensprung von Chinatown entfernt, ohne das Gefühl zu haben, zum x-ten Mal denselben Abend im selben Paris zu verbringen.
📍Red Poppy – 116, rue Tolbiac, 75013
