Die Idee mag verrückt erscheinen, aber in Paris kennt Kunst keine Grenzen. Vergiss kalten Marmor und strenge Zeremonien: Eine Ausstellung lädt dich ein, den Tod in einem neuen Licht zu sehen, voller Farben, Humor und Leben. Stell dir lebensgroße Skulpturen vor, die in Wirklichkeit… Särge sind! Das ist das poetische Konzept des Künstlers Paa Joe, der eine faszinierende ghanaische Tradition mitten in die Hauptstadt bringt.
Wenn ghanaische Grabkunst eine Pariser Galerie erobert
Der Künstler hinter diesen Kreationen ist der Ghanaer Paa Joe, einer der bedeutendsten Vertreter der „figurativen Särge“ oder „Abebuu Adekai“. Diese Tradition des Ga-Volkes besteht darin, einen Sarg herzustellen, der das Leben oder den Beruf des Verstorbenen symbolisiert. Für seine Pariser Ausstellung „From Paa Joe to Paaris“ hat er sich entschieden, den Symbolen der Hauptstadt Tribut zu zollen. „Dies ist ein Sarg und dies ist Kunst “, wie ein Zitat vor Ort erinnert.
Man entdeckt dann ein riesiges weißes Feuerzeug mit der Aufschrift „I ❤️ PARIS“, einen blauen Renault 4L oder auch ein goldenes Croissant. Die Anspielungen auf die französische Kultur sind überall zu finden: eine Packung Gitanes, eine Chanel-Tasche, ein Nike-Sneaker und sogar eine Flasche Burgunderwein. Jedes Stück ist eine eigenständige Skulptur, die mit bemerkenswerter Präzision gefertigt wurde, egal ob es sich um einen lebensgroßen Sarg oder ein Modell handelt.

Dieser Einblick in das Universum von Paa Joe findet in der Galerie Nothing Serious statt, die sich in der Rue de Vaucouleurs 6 im 11. Arrondissement befindet. Es ist eine Gelegenheit, eine Kunst zu entdecken, die abseits der ausgetretenen Pfade liegt, an der Schnittstelle von Skulptur, Design und Tradition. Außerdem ist der Eintritt zur Ausstellung komplett kostenlos.
📍From Paa Joe to Paaris – Nothing Serious – 6 rue de Vaucouleurs, 75011