Während die Perseiden oder die Geminiden viele Neugierige dazu bringen, nachts die Sterne zu beobachten, findet eines der aktivsten Phänomene des Jahres zu einer viel unerwarteteren Zeit statt: bei Tageslicht. Am 10. Juni erreichen die Arietiden ihren Aktivitätshöhepunkt und könnten laut Radarschätzungen bis zu 60 Meteore pro Stunde bieten.
60 Meteore pro Stunde am Höhepunkt der Arietiden
Zum Hintergrund: Die Arietiden gelten als der bedeutendste bekannte Tagesmeteorschauer. Die Erde durchquert dabei eine Wolke aus Weltraumtrümmern, die mit etwa 38 km/s in die Atmosphäre eintreten. Und um dieses schöne Schauspiel zu sehen, raten Experten, in der Stunde vor Sonnenaufgang in den Himmel zu schauen, wenn der Radiant – der Punkt, von dem die Meteore scheinbar ausgehen – über dem östlichen Horizont erscheint. Genau in diesem Moment sind manchmal einige Sternschnuppen mit bloßem Auge zu sehen.

Das Phänomen ist jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Ende Juni aktiv, sein Höhepunkt wird jedoch für den 10. Juni 2026 erwartet. Die Arietiden haben ihren Namen vom Sternbild Widder (Aries), in dem sich ihr Radiant befindet.
Wie immer empfehlen Astronomen daher, sich von Städten fernzuhalten und Orte zu bevorzugen, die kaum von Lichtverschmutzung betroffen sind. Auch wenn sie viel unauffälliger sind als die Perseiden im August, umgibt die Arietiden doch ein kleines Geheimnis. Wirst du es also schaffen, sie aufzuspüren?
📍Sternschnuppenregen der Arietiden – Beobachtungshöhepunkt am 10. Juni 2026