Die Art Basel Paris ist eines der großen internationalen Treffen der zeitgenössischen Kunst und kehrt vom 23. bis 25. Oktober 2026 ins Grand Palais zurück, mit VIP-Tagen am 21. und 22. Oktober. Diese fünfte Ausgabe ist die erste unter der Leitung von Karim Crippa, der Paris in den Mittelpunkt der Identität der Messe rücken möchte. 211 Galerien aus 41 Ländern und Regionen präsentieren dort ihre Künstler, von denen 64 einen Standort in Frankreich haben. Doch das Programm endet nicht an den Toren des Grand Palais: Es erstreckt sich auch auf mehrere Museen und öffentliche Räume der Stadt.
Im Grand Palais: Galerien aus aller Welt und ein paar Neuheiten

Unter dem Glasdach stehen Pariser Galerien wie Perrotin, Templon oder Mennour Seite an Seite mit großen Namen aus dem Ausland, wie Gagosian, Hauser & Wirth oder David Zwirner. 32 Galerien sind zum ersten Mal dabei, was auch Raum für Entdeckungen lässt. Zu sehen sind Malerei, Skulptur, Fotografie und Installationen – von den großen Meistern des 20. Jahrhunderts bis hin zu den aufstrebenden Künstlern von heute.
Diese Ausgabe bringt auch einige organisatorische Änderungen mit sich. „Premise“, der Bereich für kuratorische Präsentationen, die die Kunstgeschichte neu beleuchten, zieht in den „Salon Seine“ um und hat dort mehr Platz als 2025. „Conversations“, das Diskussionsprogramm mit Künstlern, Museumsdirektoren, Kuratoren und Sammlern, findet nun im Auditorium des Grand Palais statt und ist kostenlos zugänglich. Außerdem gibt es einen neuen Eingang auf der Seite des Square Jean Perrin.
Eine weitere Neuheit gibt es in der Rotonde d’Antin, die zum ersten Mal von der Art Basel Paris in Zusammenarbeit mit Live Nation France genutzt wird: „God Hates Space“, eine audiovisuelle Installation von GENER8ION, dem Duo aus dem Produzenten Surkin und dem Regisseur Romain Gavras. Die Installation ist vom 22. bis 25. Oktober zu sehen – bei freiem Eintritt und ohne Messe-Ticket – und verwandelt die Rotonde in einen immersiven Raum rund um einen 12 Meter großen doppelseitigen Bildschirm, auf dem Bild, Ton und die Architektur des Ortes miteinander verschmelzen. Eine Premiere in Frankreich, die du auch dann entdecken kannst, wenn du kein Kenner der zeitgenössischen Kunst bist.
Ein weiterer Termin, den du dir vormerken solltest: die Rückkehr von „Oh La La!“, einer zweitägigen Umgestaltung am Freitag und Samstag, bei der die Galerien ihre Stände mit neuen Werken auffrischen. Die französische Schauspielerin Philippine Leroy-Beaulieu ist für die künstlerische Leitung verantwortlich, die sich um das Thema „Mythen und Legenden“ dreht.
In der Stadt: ein öffentliches Programm, das über das Grand Palais hinausgeht

Die Art Basel Paris erlebt man nicht nur innerhalb der Messe. Ein erweitertes öffentliches Programm bietet große Ausstellungen an verschiedenen Orten: im Petit Palais, im Palais d’Iéna, in der Cité de l’architecture et du patrimoine, in den Beaux-Arts de Paris, aber auch im Jardin de la Nouvelle-France oder auf der Place Clemenceau. Der Parvis des Droits de l’Homme beherbergt dieses Jahr zum ersten Mal eine Ausstellung. Das Programm konzentriert sich größtenteils auf das Grand Palais, sodass man ganz einfach einen Rundgang durch das Viertel zusammenstellen kann.
Diese Präsenz in der Stadt knüpft an die Dynamik des letzten Jahres an, als mehr als 73.000 Besucher sowie Vertreter von über 240 Museen und Stiftungen zusammenkamen. Auch für 2026 bekräftigt die Messe ihren Platz in Paris – einer Stadt, in der zeitgenössische Kunst sowohl in Galerien und Museen als auch im öffentlichen Raum zu sehen ist!