Vom 2. bis 8. November erobert Pitchfork zehn legendäre Veranstaltungsorte, darunter das Trabendo, das Badaboum oder das Élysée Montmartre, ein Cancan-Ballsaal, der mit seinem von Eiffel entworfenen schmiedeeisernen Gerüst zum historischen Denkmal geworden ist. Das hochkarätige Line-up besteht aus 90 angesagten Künstlern, und mit 15 Jahren Kurationserfahrung verspricht diese Jubiläumsausgabe wie immer tolle Entdeckungen!
Ein Ball von 1807, der die Stimmen von 2026 willkommen heißt
Bevor es ein Konzertsaal wurde, wardas Élysée Montmartre ein Tanzlokal. Es wurde 1807 eröffnet, war Schauplatz der Entstehung des French Cancan unter dem Pinsel von Toulouse-Lautrec, inspirierte Émile Zola zu „L’Assommoir“ und bildete die Tänzerinnen aus, die später das Moulin Rouge gründeten. Ende des 19. Jahrhunderts beauftragte der neue Besitzer den Architekten Édouard Niermans mit der Neugestaltung der Räumlichkeiten, und dieser hatte eine geniale Idee: Er verwendete das Metallgerüst des Pavillon de France von der Weltausstellung 1889, das von einem gewissen Gustave Eiffel entworfen worden war. Dieses Eisengerüst wurde 1988 unter Denkmalschutz gestellt. Seitdem erfindet es sich immer wieder neu.
An diesem Ort gaben im Oktober 1997 zwei Pariser in Roboterhelmen eines ihrer allerersten Live-Konzerte, nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von„Around The World“. Daft Punk war noch nicht zur Legende geworden, und das Publikum wusste noch nicht, dass es Zeuge eines historischen Ereignisses wurde. Genau diesen Rahmen wählt das Pitchfork Music Festival Paris 2026 für seine 15. Ausgabe, um seine Bühne aufzubauen. Diese Jubiläumsausgabe hat ein ganz klares Ziel: 7 Tage, 10 Veranstaltungsorte, 90 Künstler – ein Rekord.

Zehn der angesagtesten Adressen in Paris
Das Élysée Montmartre (Boulevard de Rochechouart, 75018) thront an der Spitze: Eiffel-Tragwerk, Holzparkett, ein lebendiger Zeuge der Musikgeschichte. Das Trabendo, eingebettet im Parc de La Villette, empfängt die elektronischsten Künstler. Das Badaboum und das Café de la Danse an der Bastille bilden das Herzstück der Avantgarde. La Mécanique Ondulatoire, das Supersonic und das POPUP! vervollständigen die Konstellation. Die Logik ist einfach: Jeder Ort hat seine eigene klangliche Identität, und das Programm passt sich ad hoc daran an. Im Badaboum und im Élysée Montmartre findet nicht dasselbe Konzert statt.

Die ersten Headliner
2. November
Iceage
Die Dänenvon Iceage eröffnen den Ball am Montag, dem 2. November, im Main Room. Drei Jahre nach ihrem letzten Auftritt in Paris kehren Elias Rønnenfelt & Co. zurück, um „For Love Of Grace & The Hereafter“ zu präsentieren, ihr sechstes Album, das bereits von mehreren Fachmedien zum Album der Woche gekürt wurde. Der raue Indie-Rock der Kopenhagener Band verspricht einen ersten Abend voller Spannung.
Headache — Vegyn
Am selben Abend im Élysée Montmartre: Headache, das Projekt des Londoner Produzenten Vegyn (derjenige, dem Air die komplette Neuinterpretation von „Moon Safari“ anvertraut hat) und des Dichters Francis Hornsby Clark. Zwischen träumerischen Instrumentalstücken und roboterhaften Stimmen hat das Duo zwei Alben veröffentlicht – „The Head Hurts But The Heart Knows The Truth“ und „Thank You For Almost Everything“ –, deren tief empfundene Melancholie auf der Bühne eine ganz besondere Resonanz finden wird.

3. November
Charlotte Adigéry & Bolis Pupul
Am 3. November tritt das belgische Duo Charlotte Adigéry & Bolis Pupul im Élysée Montmartre neben Tracey und Dumbhead auf. Charlotte Adigéry, eine feste Größe der Brüsseler Elektroszene, die in der Stadt der Lichter ausgebildet wurde, bringt ihren ganz eigenen engagierten Pop auf die Bühne. Begleitet werden sie von den Londonern Tracey, deren Stil zwischen Kylie Minogue und Crystal Castles schwankt.
AMORE & mori
Das ist eine der Besonderheiten dieser Ausgabe: die Anwesenheitdes spanischen KünstlersAMORE und des Kollektivs mori im Badaboum am 3. November. Eine Würdigung der kreativen Blüte auf der Iberischen Halbinsel und eine Möglichkeit für Pitchfork, daran zu erinnern, dass die Szene, die zählt, keine Grenzen kennt.

4. November
Bassvictim & ear
Im Trabendo betritt Bassvictim am Mittwoch, dem 4., die Bühne, währendear – das Duo Yaelle Avtan und Jonathan – an derselben Location sein Frankreich-Debüt gibt. Für diese beiden Projekte ist es eines der ersten Male auf den Bühnen Frankreichs, wie es nur Pitchfork zu bieten weiß.
Pitchfork Avant-Garde: das Off-Programm des Festivals
Wenn das Main Event das Schaufenster ist, dann istdie Avant-Garde das Herz. Vom 5. bis 7. November erobert dieser Parallel-Circuit das Bastille-Viertel – Badaboum, Café de la Danse, La Mécanique Ondulatoire, POPUP!, Supersonic – für drei Nächte, die ganz den aufstrebenden Künstlern der Elektroszene in ihrer ganzen Frische gewidmet sind. Ein spezieller 3-Tages-Pass ist erhältlich und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Entdeckungen.
Das komplette Festivalprogramm findest du hier!
Praktische Informationen
📅 Von Montag, dem 2. bis Sonntag, dem 8. November 2026
📍Main Room, Élysée Montmartre, Trabendo, Badaboum, Café de la Danse, La Mécanique Ondulatoire, POPUP!, Supersonic, Supersonic Records, Les Disquaires