Le Bon Bock, das älteste Restaurant von Montmartre.

Das 1879 gegründete Le Bon Bock war schon immer ein Treffpunkt der Montmartre-Bewohner. Hier, in seinem gedämpften und gemütlichen Rahmen, weht auch heute noch ein sanfter Duft von Nostalgie. Zwischen den patinierten Holzverkleidungen, den hübschen Wandmalereien, den hier und da aufgehängten Gemälden und den Gegenständen aus der damaligen Zeit fühlt man sich fast wie in einer Filmkulisse. Eine wahre Zeitreise, bei der jedes Objekt eine Geschichte und eine Seele hat. Kein Wunder, dass die Adresse schnell zum Geheimtipp für Künstler wurde: Manet, Picasso, Van Gogh oder auch Apollinaire… Sie alle kamen gerne hierher, um Absinth zu trinken… Ein Getränk, das den Ort berühmt gemacht hat und das Sie auch heute noch probieren können.

Ihnen werden die Dutzenden von Gemälden auffallen, die die Räumlichkeiten schmücken. Diese wurden von ortsansässigen Künstlern gespendet, die, weil sie nicht das nötige Geld hatten, um ihre Mahlzeiten zu bezahlen, im Gegenzug eines ihrer Werke abgaben, um ihre Rechnung zu begleichen . Die meisten sind nicht signiert, aber man findet in dem Restaurant eine gewisse Zusammengehörigkeit der Themen, die behandelt werden. Übrigens, als kleine Anekdote: Das Bon Bock bewahrt in seinem Keller noch mehr als zwanzig Gemälde auf. Das zeigt, wie sehr die Künstler diesen Ort geliebt haben!
Heute wird das Restaurant von Benjamin Moréel und Christopher Prêchez, den ehemaligen Besitzern des Petit Bouillon Pharamond, übernommen und hat sich seinen alten Charme bewahrt. Es ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet und bietet eine typisch französische Küche. Wir lieben besonders die Ente mit Sauce Suzette und zartschmelzenden Kartoffeln, die ein Muss für jeden Gast des Hauses ist. Das normannische XXL-Rinderkotelett zum Teilen ist absolut himmlisch! Als Dessert schließlich wird Sie der Rahmwirsing mit seinen gehackten und karamellisierten Haselnüssen völlig dahinschmelzen lassen.

Am Abend, wenn die Kerzen die Tische sanft beleuchten, hüllt sich das Bon Bock in eine zeitlose Atmosphäre. Hinter dem Hauptsaal enthüllt ein intimerer Raum ein Klavier, das zum schlagenden Herzen der festlichen Nächte wird. Donnerstags, freitags und samstags werden hier die Piano-Voice-Abende zu neuem Leben erweckt: mal von Gastkünstlern, mal von den Gästen selbst improvisiert. In diesem gedämpften Rahmen, mit einem Glas Absinth in der Hand, werden Sie sich von der Magie des Augenblicks mitreißen lassen.

Ein wunderbares Restaurant, ein echtes Zeugnis der Belle Époque, das Sie in Paris mindestens einmal ausprobieren sollten.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 18:30 bis 23:30 Uhr – Samstag und Sonntag von 12:00 bis 23:30 Uhr durchgehend geöffnet.
Durchschnittlicher Preis: 45 Euro.